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Gedankenlosigkeit kann Leben kosten!

Nur Sekunden haben die Retter der Feuerwehr, um im Notfall den Einsatz vorzubereiten und auszurücken. Jede Minute zählt. Doch was ist, wenn auf einmal ein falsch parkendes Auto den Weg versperrt? Wenn es um Menschenrettung geht und man den Brand schon sehen kann, es aber einfach nicht voran geht, lebenswichtige Sekunden verrinnen?


Regelmäßige Kontrollfahrten

Dieses Szenario ist kein Einzelfall. „Es kommt immer wieder vor, dass wir durch unverbesserliche Falschparker mit unserem Tanklöschfahrzeug oder der Drehleiter insbesondere vor Wohnanlagen nicht zum Einsatzort gelangen“, sagt Villachs Bezirksfeuerwehrkommandant Andreas Stroitz. „Einsatzstellen werden langsamer oder auch gar nicht erreicht, weil einige Leute einfach nicht daran denken, dass auch ein 2,50 Meter breiter und 8,50 Meter langer Feuerwehrwagen durch ein Wohngebiet kommen muss sowie im Ernstfall auch hydrauli-


sche Abstützungen auszufahren sind.“ Stroitz appelliert an die Autofahrer, ihre Fahrzeuge so abzustellen, damit die Durchfahrt von Einsatzfahrzeugen auch sichergestellt ist.

„Wenn man bedenkt, dass im Ernstfall, etwa bei einer Reanimation, Sekunden über Leben und Tod entscheiden, versteht man, wie schlimm solche Verzögerungen sein können.“

Für das rücksichtslose Verhalten können auf die Verkehrsteilnehmer hohe Strafen beziehungsweise Schadenersatzansprüche zukommen, wenn wegen ihres regelwidrigen Parkens die Feuerwehr oder der Rettungsdienst den Einsatzort zu spät erreichen und dadurch Menschen zu Schaden kommen.

Feuerwehrkommandant Andreas Stroitz appelliert an die Fahrzeuglenker, ihre Autos so abzustellen, dass die Einsatzkräfte im Fall des Falles ungehindert zu den Wohnanlagen gelangen können.