• qstall

Interview mit Vorstandsvorsitzenden Helmut Manzenreiter

Wohnen in einer Wohnung unserer gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft ist im Vergleich zum privaten Mietwohnungsmarkt nicht nur wesentlich sicherer, sondern auch deutlich günstiger. Ganz konkret: Die Mieterinnen und Mieter ersparten sich im Vorjahr exakt 28.203.834,00 Euro an Wohnkosten. Vorstandsvorsitzender Helmut Manzenreiter

im „daheim“-Interview!



Mehr als 28 Millionen Euro an Wohnkosten ersparen sich die Mieterinnen und Mieter der meine heimat gegenüber Privaten pro Jahr, was unterscheidet also den genossenschaftlichen vom privaten Wohnbau?

Manzenreiter: Die Vorteile für die Mieterinnen und Mieter liegen beim genossenschaftlichen Wohnbau auf der Hand: Während der private Mietwohnungsmarkt rein gewinnorientierten Interessen von Shareholdern, also vor allem Aktionären, zu dienen hat, gewährleistet das Regelsystem der Wohnungsgemeinnützigkeit ein dauerhaft faires Mietenniveau und soziale Wohnsicherheit. Ganz konkret heißt das, dass die meine heimat keinen Profit erwirtschaftet. Außerdem gibt es bei uns auch keinen Baukostenzuschuss!


Keinen Profit - wie wirkt sich das auf die Mietkosten aus?

Manzenreiter: Hier möchte ich auf eine ganz aktuelle Preisvergleichserhebung einer österreichischen Tageszeitung verweisen: demnach liegt die Miete im privaten Wohnungsbestand oft bis zu 40 Prozent höher, bei Wiedervermietungen sogar um bis zu 45 Prozent. Das bedeutet: Die Mieterinnen und Mieter der meine heimat haben sich allein im Vorjahr rund 28,2 Millionen Euro an Wohnkosten erspart. Geld, das im Börserl der Menschen geblieben ist!


Das heißt ganz konkret?

Manzenreiter: Zum Vergleich – beispielsweise bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung betragen die durchschnittlichen Wohnkosten pro Monat 896 Euro, bei der meine heimat machen sie 613,60 Euro aus. Das heißt, dass sich eine Familie demnach allmonatlich 282,40 Euro erspart, also 3.388,80 Euro im Jahr!


Trifft dies auch auf kleinere Wohnungen zu?

Manzenreiter: Ja, selbstverständlich, auch dazu ein Vergleichsbeispiel: bei einer 55-Quadratmeter-Wohnung sind es 194,15 Euro Ersparnis pro Monat oder 2.329,80 Euro im Jahr.


Beeindruckende Zahlen – kann der gemeinnützige Wohnbau gegen den privaten Markt als Preisbremse bzw. Stabilitätsfaktor fungieren?

Manzenreiter: Wir leben in einem Wirtschaftssystem, in dem Erfolg ausschließlich über Gewinn und Aktienkurse definiert wird. Die gemeinnützige Wohnungswirtschaft ist hier anders: Sie ist Grund dafür, dass Wohnungen aus den Marktmechanismen Angebot und Nachfrage herausgenommen sind. Dadurch konnte ein echter Stabilitätsfaktor für Wohnungsbau und Mietkosten erfolgreich geschaffen werden.


Aber ist es in unserer Gesellschaft überhaupt noch sexy, keine Gewinne zu erzielen?

Manzenreiter: Bei uns ist der Gewinner der jeweilige Mieter oder die Mieterin. Denn das, was in der privaten Wirtschaft als Gewinn ausgeschüttet wird, schlägt sich bei uns in fairen Wohnkosten nieder. Das ist auch die Grundlage dafür, dass Preisvorteile gegenüber Privaten erzielt werden können. Völlig anders ist dies jetzt bei den ESG/BUWOG-Wohnungen, denen

bekanntlich die Gemeinnützigkeit von Bundesseite entzogen wurde. Den Mieterinnen und Mietern erwuchsen dadurch massive Nachteile. Deshalb: die Baugenossenschaft meine heimat ist das Anti-ESG-/Buwog-Konzept!


Zurück zur Baugenossenschaft meine heimat: Heuer feiert die Genossenschaft ihr 110-Jahr-Jubiläum: Mehr als 20.000 Menschen leben heute in hochwertigem meine heimat-Wohnraum.

Man setzt seit einigen Jahren zudem auf besondere Wohn- und Lebensqualität. Stichwort Architektenwettbewerbe und bis zu 30 Quadratmeter große Balkone.

Manzenreiter: Ja, das ist uns besonders wichtig: Architektenwettbewerbe sind die Basis für modernes Wohlfühlwohnen. Ich glaube auch, dass die neue Klimasituation dazu führt, dass ein sehr großer Balkon beziehungsweise eine großzügige Terrasse mit viel Platz für eine ganz neue Lebens- und Wohnqualität sorgt. Denn: modernes, innovatives Wohnen mit bis zu 30

Quadratmeter großen Balkonen und geförderter Wohnbau muss keinen Widerspruch darstellen. Im Gegenteil. Wir zeigen es vor!