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So schützen Sie sich!

Für Betroffene eines Einbruches wiegen die Verletzung der Privatsphäre oft schwerer als der materielle Schaden. Die Polizei Villach erteilt Ihnen zahlreiche Tipps und Ratschläge, wie man sich und sein Eigentum besser schützen kann.

Besonders viele Einbrüche geschehen in den Herbst- und Wintermonaten zur Zeit der Dämmerung. Warum? Die Einbrecher nutzen einerseits die Zeit, in der die Hausbewohner noch in der Arbeit oder beim Einkaufen sind, es aber schon dunkel wird und so ohne großes Aufsehen und unbemerkt gehandelt werden kann. Andererseits ist gerade zu dieser Tageszeit noch viel los auf den Straßen und in den Siedlungen, und so kann man als Einbrecher umso unauffälliger agieren.


„Gelegenheitstäter“: In Österreich kommt es im Jahr zu Tausenden Wohnungseinbrüchen. Doch trotz dieser erschreckenden Zahl blenden Wohnungsbesitzer die Gefahr eines Einbruchs oft aus – und lassen während des schnellen Einkaufs oder dem kurzen Gang zur Post sorglos das Fenster oder die Terrassentür gekippt. Und Wohnungs- und Haustüren werden nur schnell zugezogen. „Dieses Verhalten wirkt geradezu wie eine Einladung auf Einbrecher“, betonen Villachs Stadtpolizeikommandant Ing. Erich Londer und die Experten des kriminalpolizeilichen Beratungsdienstes. Denn in der Regel seien keine Planer, sondern Gelegenheitstäter am Werk. Tatsächlich wird es denen oft ziemlich leicht gemacht. Volle Postkästen, gekippte Fenster sind geradezu eine Einladung an finstere Gestalten. Die Einbrecher wählen meist den Weg des geringsten Widerstandes und geben sich auch mit kleiner Beute zufrieden.


Das sollten Sie beachten:


Kontakte zu Nachbarn: Pflegen Sie gute Kontakte zu den Nachbarn und achten Sie auf ungewöhnliche Vorkommnisse und Ereignisse in der Nachbarschaft. Wohnungsschlüssel vor einer längeren Abwesenheit in ein Schlüsseldepot oder einer Vertrauensperson geben.


Anwesenheit signalisieren: Ob bei längerer oder nur kurzer Abwesenheit: Wohnungen oder Häuser sollten grundsätzlich den Eindruck erwecken, dass jemand zu Hause ist.


Unbekannte Personen direkt ansprechen: Sprechen Sie unbekannte Personen betreffend ihres Aufenthaltszwecks im Treppenhaus in Ihrer Wohnanlage an. Täter nutzen die Anonymität von Mehrfamilienhäusern und werden deshalb auch kaum dahingehend angesprochen.


Verhalten bei unbekanntem Besuch: Bei Anwesenheit sollte man auf Klingeln immer reagieren, da es sich um den Versuch einer Anwesenheitskontrolle handeln könnte. Im Gegenzug aber sollte auf Klingeln prinzipiell nicht bedenkenlos geöffnet werden. Kasten- oder Querriegelschlösser mit Sperrbügeln sowie ein Türspion und/oder eine Gegensprechanlage geben Sicherheit beim Türöffnen.


Reaktion beim Einbruch „in flagranti“: Wenn beim Betreten von Wohn- oder anderen Räumen verdächtige Details (Türschloss verschrammt, Glassplitter…) bemerkt werden, ist der potenzielle Tatort schnellstmöglich zu verlassen und die Polizei zu alarmieren.


Wertsachen fotografieren: Schmuck und Kunstgegenstände fotografieren. Sparbuch und Losungswort sollten zudem immer getrennt aufbewahrt werden. Ebenso sollten Sie Gerätenummern Ihrer wertvollen Gegenstände notieren und fotografieren.


Kellereinbrüche: Gerade in den vergangenen Wochen kam es vermehrt zu Fahrraddiebstählen aus den Kellern von Wohnanlagen. Sperren Sie das Fahrrad immer – auch in einem Fahrradraum im eigenen Kellerabteil oder in der Tiefgarage – mit einem Fahrradschloss an einem unbeweglichen Gegenstand an.


Verhalten nach einem Einbruch: Einbrüche sind schnellstmöglich der Polizei zu melden. Dabei darf bis zum Eintreffen der Polizei am Tatort nichts verändert werden, um mögliche Spuren der Täter nicht zu vernichten.