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Wir leben Klimaschutz

Nachhaltig denken! Unsere Baugenossenschaft ist Vorreiter beim Klimaschutz. Die Anzahl jener Wohnungen, die mit Erdöl beheizt werden, wurden auf ein Minimum reduziert. Mehr als 50.000 Tonnen CO2 wurden eingespart!


Die Kelag hat die Initiative „Energiezukunft Kärnten“ ins Leben gerufen. Was ist darunter zu verstehen?

KELAG Wärme: Erlauben Sie mir eine Feststellung vorweg: Für die KELAG Wärme hat die Energiezukunft schon längst begonnen. Wir liefern unseren Kunden grüne Wärme aus erneuerbarer Energie, wie Abwärme und Biomasse. Die Kelag unterstützt mit der neuen Initiative „Energiezukunft Kärnten“ ihre Kunden beim Umstieg auf innovative, energieeffiziente und grüne Produkte.


Was ist das Ziel der Initiative, was will man erreichen?

KELAG Wärme: Die Kelag will gemeinsam mit ihren Kunden dazu beitragen, die Klimaschutzziele zu erreichen und unsere Welt enkeltauglich zu gestalten. Dazu sind viele Schritte notwendig. Deswegen unterstützt die Kelag den Umstieg der Kunden auf E-Fahrzeuge und bei Photovoltaikanlagen. Dazu gehören aber auch Investitionen der Kelag in den Breitband-Ausbau in Kärnten. Insgesamt investiert die Kelag in die skizzierten Maßnahmen in den kommenden Jahren rund 25 Millionen Euro.


Zukunft E-Mobilität, wie schätzen Sie die weltweiten Entwicklungen ein, wann werden mehr E-Autos auf unseren Straßen zu sehen sein als herkömmliche mit Benzin und Diesel betriebene Fahrzeuge?

KELAG Wärme: Mit den steigenden Reichweiten von E-Fahrzeugen werden schon sehr bald viel mehr E-Fahrzeuge als heute auf unseren Straßen unterwegs sein. Viele Menschen wollen aus Umweltgründen auf den Verbrennungsmotor verzichten und auf ein E-Auto umsteigen.


Wie sieht es mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur in Kärnten aus?

KELAG Wärme: Hier hat die Kelag Pionierarbeit geleistet, sie betreibt mehr als 180 leistungsstarke öffentliche Ladepunkte, das ist bezogen auf die Größe unseres Bundeslandes sehr viel. Der Ausbau geht natürlich weiter. Wichtig für die Betreiber von E-Fahrzeugen ist aber auch die Ladeinfrastruktur zu Hause, auch hier bietet die Kelag attraktive Lösungen und Förderungen.


Aber auch im Wohnbau ist man mit der KELAG Wärme GmbH ein absoluter Vorreiter in Sachen Klimaschutz und sauberer Wärme. Wie funktioniert Fernwärme eigentlich?

KELAG Wärme: Fernwärme funktioniert sehr einfach: Der Kunde muss nur den Heizkörper aufdrehen und hat es behaglich warm. Die Wärme wird in Form von heißem Wasser irgendwo in das Wärmenetz eingespeist. Die Wärme gelangt über die Wärmeübergabestation – meistens im Keller - aus unserem Wärmenetz in das jeweilige Haus und weiter in die Wohnungen und Räume. Wir liefern unseren Kunden grüne Fernwärme: Jede Wohnung, die mit Fernwärme beheizt wird, erspart der Umwelt fast 2000 kg CO2 pro Jahr.


Die Mieter der „meine heimat“ sind also aktive Umweltschützer!

Derzeit bauen Sie eine Fernwärmetransportleitung von Arnoldstein nach Villach, um mit Abwärme aus der Müllverbrennung in Arnoldstein Wohnungen in Villach zu beheizen. Wie viele Wohnungen können dann in Villach mit Fernwärme insgesamt versorgt werden?

KELAG Wärme: Unser Fernwärmenetz in Villach umfasst derzeit bereits mehr als 100 Kilometer, über das wir mehr als 900 Kunden beziehungsweise Gebäude mit Raumwärme und Warmwasser versorgen. Unsere Kunden in Villach brauchen rund 190 Millionen Kilowattstunden Wärme. Unser Wärmeabsatz an alle Kunden in Villach entspricht dem Bedarf von 30.000 Wohnungen. Mit der neuen Fernwärmetransportleitung können wir das Fernwärmenetz in Villach weiter ausbauen und neue Kundenanlagen anschließen.


Über die neue Wärmetransportleitung von Arnoldstein werden wir ab Herbst 2018 rund 100 Millionen Kilowattstunden Wärme nach Villach bringen – das entspricht dem Bedarf von 17.000 Wohnungen!

Wie viele Wohnanlagen der meine heimat beliefert die KELAG Wärme GmbH bereits mit Fernwärme?

KELAG Wärme: Allein in Villach dürfen wir 3400 Wohnungen der „meine heimat“ mit Fernwärme beliefern. Aber auch in Arnoldstein, Nötsch, Hermagor, Althofen, Völkermarkt und Wolfsberg versorgen wir Häuser der „meine heimat“ mit Raumwärme und Warmwasser. In den genannten Städten und Gemeinden stammt die Fernwärme ausschließlich aus industrieller Abwärme und/oder Biomasse, ist also grüne Wärme.


Apropos Versorgung mit Fernwärme: Worin liegen dabei ganz konkret die Vorteile für den Kunden?

KELAG Wärme: Wer keine Fernwärme hat, braucht einen Heizraum und einen Lagerraum, muss Heizmaterial einlagern, den Kessel reinigen und servicieren und den Rauchfang kehren lassen – hat also ziemlich viel Aufwand und Arbeit. Wer hingegen Fernwärme hat, hat es bequem: Er dreht den Heizkörper auf, hat es behaglich warm und schont mit unserer grünen Wärme die Umwelt.


Der Versorgungsgrad unserer Wohnanlagen mit klimafreundlicher Energie liegt bei sensationellen 96 Prozent.

Im Laufe der vergangenen Jahre wurde sukzessive das klimarelevante CO2 reduziert. „Ganz konkret konnte durch Energieumstellungen beziehungsweise die Errichtung von umweltfreundlichen Energiequellen die Anzahl jener Wohnungen, die mit Erdöl betrieben werden, auf ein Minimum von unter vier Prozent verringert werden. Das bedeutet, eine Reduktion des klimarelevanten CO2-Ausstoßes von insgesamt 50.000 Tonnen allein in den vergangenen 10 Jahren“, betont Vorstandsvorsitzender Helmut Manzenreiter.


4000 Quadratmeter Solarflächen errichtet: Darüber hinaus wird voll auf Solarenergie gesetzt: Wir haben mehr als 4000 Quadratmeter Solarflächen für die Erzeugung von Warmwasser beziehungsweise zur Heizungsunterstützung errichtet. „Damit ist es uns gelungen, den Gesamtenergieverbrauch deutlich zu reduzieren, was Ressourcen schont und andererseits dafür sorgt, dass die Energiekosten für die Bewohner so gering wie möglich gehalten werden können. Klimaschutz bedeutet aber auch der bewusste Einsatz von Energie im täglichen Leben. Das schont die Umwelt, das Klima und wirkt sich nicht zuletzt auch auf die Lebensqualität und natürlich auch auf das eigene Geldbörserl aus“, unterstreicht Manzenreiter.


Die Energieversorgung erfolgt bei vielen Wohnanlagen in Zusammenarbeit mit der Kelag Wärme GmbH mittels klimafreundlicher Fernwärme. Jede neue Wohnung verfügt über eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung zur Reduzierung der Energiekosten, um ein optimales Raumklima zu erzielen. „Der Versorgungsgrad unserer Wohnanlagen mit klimafreundlicher Energie liegt bei sensationellen 96 Prozent. Damit leistet unsere Baugenossenschaft auch einen wesentlichen Beitrag zur hohen Luftqualität: Heute werden alle Grenzwerte der Weltgesundheitsorganisation (WHL) beispielsweise in Villach ganzjährig eingehalten, was sich für das Leben der Menschen überaus positiv auswirkt!


Gebäude-Automationssystem: Um eine optimale Kundenbetreuung und Servicequalität sicherzustellen, setzt unsere Baugenossenschaft auf ein modernes Gebäude-Automationssystem: „Die Heizungsanlagen können somit kostengünstig vom Verwaltungsgebäude aus überprüft und kontrolliert werden. Etwaige Fehler werden schnell erfasst, unverzüglich behoben und verursachen somit nur geringste Energie-Fehlleistungen,“ so Manzenreiter.